Nachruf

Gedenken am Totensonntag & Ewigkeitssonntag

Wir erinnern an die im Jahre 2023 verstorbenen Stolzenburger Landsleute

Seiler Agnetha, geb. Hallmen 1944
Miess Anna, geb. Dengel 1934
Hallmen Katharina, geb. Lühr 1955, Hof
Fronius Johann
Zimmermann Johann, geb. 1933
Guni Martin, geb. 1960
Schneider Katharina, geb Göllner 1937, Biberach
Siewert Lorenz geb. 1938, München
Weidenfelder Michael, geb. 1930, Nürnberg
Missbrandt Agnetha, geb.Hallmen 1928, Ingolstadt
Bottar Elisabeth, geb Zimmermann 1931, Mühlacker
Schenn Lorenz, geb. 1954
Hallmen Michael, geb. 1951
Lutsch Katharina, geb. Weiss
Hallmen Thomas, geb. 1936, Düsseldorf
Weidenfelder Martin
Leonhardt Michael
Guni Maria, geb. Winzel 1932, München, Lehrerin
Kohl Katharina, geb. Weidenfelder 1931, Köln
Baier Katharina, geb. Baier 1953, Ingolstadt
Janek Georg, geb. 1941
Melzer Katharina, geb. Renges 1938
Retter Uwe
Plattner Martin, Augsburg
Baier Thomas, geb. 1961, Düsseldorf
Klein Agnetha, geb. Baier 1929, Augsburg
Plattner Annchen
Linder Agnetha, geb. Göddert 1932, Hofgeismar
Melzer Johann, geb. 1938, Vaihingen
Zachres Maria, geb. Binder 1958, Nürnberg
Gottfried Lorenz, geb. 1950
Schenn Johann, geb. 1957, Ingolstadt
Seiwerth Johann
Seiwerth Katharina, Österreich

Bedrawnes äs es uch Loid åm aus law Loihrerän

Abschied von Frau Maria Guni

 

Vor einigen Tagen erreichte mich die traurige Nachricht, dass die Stolzenburger Lehrerin Maria Guni, geb. Winzel, am 11. März 2023 im Alter von 90 Jahren in München verstorben ist.
Da es nicht möglich ist, ein Menschenleben in seiner ganzen Bandbreite und Fülle in ein paar Worte zu fassen, möchte ich hier lediglich meine Betrübnis und den Angehörigen mein aufrichtiges Beileid kundtun sowie meine tiefe Dankbarkeit dafür, dass Marie Guni zwei Jahre lang auch „meine“ Lehrerin war und dass ich Jahre später noch von ihr als meiner Kollegin und mütterlichen Freundin viel lernen und erfahren durfte. Damit spreche ich sicherlich sowohl ihren zahlreichen Schülern als auch ihren langjährigen Kolleginnen und Kollegen aus dem Herzen.

„Fra Loihrerän“ Marie Guni, selbst Mutter von zwei Kindern, unterrichtete nach eigenen Angaben während dreier Jahrzehnte 19 mal die 1. Klasse und hat somit ungefähr 500
ABC-Schützen Lesen und Schreiben beigebracht. Vielen mehr oder weniger geschickten Kinderhändchen hat sie gezeigt, wie sie die Buchstaben und Ziffern möglichst sauber zu Papier zu bringen haben. Wie sie selbst 2016 beim Heimattreffen im Stolzenburger Burghof bemerkte, hat sie sich, hochgewachsen wie sie war, abertausend Mal zu den sechs- und siebenjährigen Menschenkindern hinab gebeugt, um ihnen zuzuhören, zu helfen oder etwa um sie zu trösten. Das fiel ihr jedoch nicht schwer, weil der Lehrerberuf auch ihre Berufung war. Ihre gewählte, wohlüberlegte Art zu sprechen sowie ihr aufgeschlossenes, interessiertes Wesen waren für manche ihrer Schüler stets erstrebenswertes Vorbild.
Auch ihr angenehmes, stilsicheres Erscheinungsbild vermittelte Traditionsbewusstsein, Beständigkeit und Verlässlichkeit, nicht zuletzt durch ihre – für mich liebgewordene – Angewohnheit, ihre Haarpracht ein Leben lang als „Kontch“, eine Art Dutt, zu tragen. Heutzutage würde man sagen: Es war ihr Markenzeichen!
Zusätzlich zum gewissenhaft geleisteten Schuldienst hat sie mit anderen Lehrerkolleginnen unzählige Mundartstücke im Rahmen der Stolzenburger Theatergruppe einstudiert und so der gesamten Gemeinde viel Freude bereitet. Im wohlverdienten Ruhestand hingegen durfte sie sich an ihren Enkeln und Urenkeln erfreuen.

Danke, liebe Marie, dass du für jeden und alles stets ein offenes Ohr hattest! Danke auch für deine weisen und praktisch-nützlichen Ratschläge, als wir längst keine Schüler mehr waren, sondern selber Kinder und Enkelkinder hatten. Wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren.
Deiner Familie wünsche ich viel Kraft, nunmehr ohne dich leben zu müssen.

Was bleibt, ist viel mehr als nur Erinnerung

Im Auftrag des Fördervereins Stolzenburg e. V.
Astrid K. Thal, 24. März 2023

Wir erinnern an die im Jahre 2022 verstorbenen Stolzenburger Landsleute

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21, 4-5)

Gedenken am Totensonntag & Ewigkeitssonntag

Name Vorname Geburtsname Beruf

1   Göllner Agnetha geb. Göllner
2   Seiwerth Michael
3   Weidenfelder Martin
4   Lutsch Thomas
5   Baier Katharina geb. Hallmen
6   Klein Wilhelm
7   Göddert Maria geb. Renges
8   Seiwerth Michael    Musiklehrer
9   Schieb Elisabeth geb. Hallmen
10 Hallmen Johann
11 Wassermann Regine geb. May
12 Siewerth Lorenz
13 Seiler Michael
14 SchwarzMichael
15 Pieldner Anna geb. Thal
16 Klein Michael
17 Weidenfelder Anna
18 BaierAnna geb. Barth
19 Klein Elisabeth geb. Beer
20 Spieser Anna geb. Göllner
21 Göllner Johanna
22 Seiler Gerlinde
23 Binder Erika
24 Rothbächer Otmar  Lehrer
25 Bollak Anna geb. Schneider

Es bleibt uns nur noch die Erinnerung!

Wenn der Herr einst die Gefang’nen ihrer Bande ledig macht,
o dann schwinden die vergangnen Leiden wie ein Traum der Nacht!
Dann wird unser Herz sich freu’n, unser Mund voll Lachens sein;
jauchzend werden wir erheben, den der Freiheit uns gegeben.
(Choral Nr. 443 aus dem Sbb. Gesanbuch)

Der Förderverein Stolzenburg e. V. teilt mit Bedauern mit, dass Frau Elisabeth Schieb, geb. Hallmen, geb. am 3. April 1922, einen Tag nach ihrem 100. Geburtstag verstorben ist.

Frau Schieb hatte bis vor einem halben Jahr noch selbständig in ihrer eigenen Wohnung gelebt. Nach einem Sturz und einem Schlaganfall hat sie nun in einem Pflegeheim in Kempten, von Neffen, Nichten, Großneffen und Großnichten treu begleitet, die Augen für immer geschlossen.
Der liebe Gott gebe ihr die selige Ruhe und ein fröhliches Auferstehen. Er tröste die Hinterbliebenen.

 

Frau Elisabeth Schieb, geb. Hallmen, mit ihrer 1970 verstorbenen Tochter Elisabeth Schieb, geb. 1943

Nachruf auf unsere Frau Lehrerin Gertrut Guni

Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht (E. Balser)

Vor einigen Wochen erreichte mich die traurige Nachricht, dass Gertrut Guni, seinerzeit Volksschullehrerin in Stolzenburg (1952-1971) und Hermannstadt (1972-1987), am 16. Februar 2021 nach einem chirurgischen Eingriff im Alter von 86 Jahren verstorben ist.
FotoGertrutGuni
Geboren 1934 in Mühlbach wuchs Gertrut mit sechs Geschwistern und Halbgeschwistern in Kronstadt und Hermannstadt auf, heiratete 1955 Günther Guni und wurde Mutter von vier Kindern.

Ich hatte das große Glück, sie in der 4. Grundschulklasse als Lehrerin zu haben. Sie konnte nicht nur Wissen vermitteln sondern auch den Unterricht so interessant gestalten, dass man gar nicht merkte, dass man nicht für Schule und Noten sondern fürs Leben lernte.
Gertrut Guni beschränkte ihr Wirken jedoch nicht nur auf den regulären Pflichtunterricht sondern gab Schülern, die die Prüfungen beim ersten Mal nicht bestanden hatten, während der Sommerferien mit großem Engagement und uneigennützig Nachhilfe in den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Rumänisch.

Wenn ich an ‚de Fra Loihrerän‘ oder einfach ‚det Gertrut‘ denke, sehe ich sie – als wäre es gestern gewesen – wie sie im Stolzenburger Gemeindesaal am Bühnenrand steht und die Aufführung der jugendlichen Volkstanzgruppe mit viel Enthusiasmus auf dem Akkordeon begleitet.

Seit ihrer Auswanderung 1987 nach Deutschland war sie bis zu ihrer Pensionierung 1994 als Lehrkraft in Nürnberg tätig. Danach folgten noch zehn Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Haus der Heimat, ebenfalls in Nürnberg. Zusammen mit ihrem Mann Günther (1925 – 2019), unserem geschätzten und langjährigen Schuldirektor, hatten sie das große Glück, ihre sechs Enkel aufwachsen zu sehen und sogar drei Urenkel zu erleben.

Gertrut Guni war eine außergewöhnliche Pädagogin und eine starke Frau, die nie Aufhebens um ihre Leistungen, ihr Können und noch weniger um ihre musikalische und poetische Begabung gemacht hat. Umso ergriffener war ich, als ich vor kurzem einen kleinen Gedichtband mit einzigartigen lyrischen Kunstwerken aus ihrer Feder in Händen halten und mich daran erfreuen durfte.

Liebe Gertrut, im Namen aller deiner Schüler und Schülerinnen danke ich dir für die gemeinsam verbrachte so wertvolle Zeit.
Wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren.

Astrid Thal geb. Schneider, Rossbrunn, 30.03.2021

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