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In Siebenbürgen wurde deutsch, siebenbürgisch-sächsisch (Mundart) und rumänisch gesprochen. Rumänisch als Amtssprache erst seit ca. 1925, da die Verwaltungsreformen  den Gebrauch der deutschen Sprache bei Behörden einschränkten.  Siehe Zeittafel.

 

 Unterhaltung

 

Ein Bayer und ein Siebenbürger unterhalten sich:

 B: Bayer

S: Siebenbürger

 

·  B.: He, Sie! Sagn's amoi, warum sprechen Sie nacher immer rumänisch, wann's telefonier'n mit Eaner Frau?

  • S.: Ich spreche doch nicht rumänisch!
  • B.: Aba freili – eb'n ham's doch wiedrum rumänisch telefoniert! Des hert               mer glei...
  • S.: Aber das stimmt doch nicht! Ich spreche Mundart "Siebenbürgisch", das ist auch ein deutscher Dialekt, wie Bayrisch!

·  B.: Siebenbürgisch? Eine deutsche Mundart? Aba hern's, mir kenna's doch             nix vormacha. I bin a im Siebengebirge g'wen – aba dennere                         Mundartsprach hab i glei g'spannt...

  • S.: Aber Siebenbürgen liegt doch in Rumänien!

·  B.: Wo liegt des?

  • S.: In Rumänien!

·  B.: E'm – darum sprechen Sie auch rumänisch, wenn's telefonier'n.

 

  • S.: Sie, das klingt nur so, weil ich schnell spreche. Passen Sie gut auf, ich sage Ihnen jetzt ein paar Sätze auf Siebenbürgisch-Sächsisch vor – und Sie können das gleich ins Bayerische übersetzen. Sie werden sehen, wie ähnlich das klingt, wenn man langsam spricht. Und wenn ich Sie nicht überzeugen kann, zahle ich eine Maß. Wenn ja, zahlen Sie!
  •  

·  B.: Ja bitte, wenn's moana .

  • S.: Mir sen än der Kuchel

·  B.: Mir san in der Kuchl

  • S.: Do eße mer Wurscht

·  B.: Da eß'mer a Wurscht!

  • S.: De Wurscht hu mer geßen

·  B.: De Wurscht ha mer gessen

  • S.: Etzt hu mer an Durscht

·  B.: Etzat ham mir an Durscht...! Ja mai – sakrament no amoi!

  • S.: Sakramänt noch emol!

·  B.: Sie ham etzat boarisch g'redt!

 

  • S.: Sä hun etzt boaresch geried!

·  B.: Des geht aba net. Sie ham schnöi a wen'g boarisch g'lernt, segn's:                 "Siebenbürgisch" – des gibt's ja gar net.

 

  • S.: So?! (schnell) Nea hir nor hier, tea verfleachter Kräppel tea, wonn ech der nea in't mät er Kalarab iwwer't Hift verbrähn – en schäcken dich derno än denj wald Ballagriuß, en...
  •  

·  B.: Jaaa! Des is echt rumänisch! Sigst, oita Bazi – i hab g'wunna!

  • S.: Na geat, ech zuelen en Moß, go mer!  

·  B.: Guet, du zoist a Maß, gemma!

  • S.: Awer viurher eße mer Wurscht mät Kampest!

·  B.: Richtik! Vorher eß'mer a Wurscht mit... mit... ?

  • S.: ...Wurscht mät Kampest!

·  B.: Wurscht mit Kompost! Kompost? Pfui Teifi! Naaa... !

  • S.: ...mät Kreokt?

·  B.: ...mit Kraut? Guat!

  • S.: ...uch mät "Weißwurschtsenf"!

·  B.: Ja! Mit Weißwurstsenf! Endli a scheen's deitsches Wort – von an                    Rumäner!

 

Aus:
"Lachen uch Nodinken"

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